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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Freiburg: Pressemitteilung zum ökumenischen Tag der Schöpfung am 3.9. 2017

21. Aug 2017

pax christi-Diözesanverband fordert die Stilllegung von Atomkraftwerken, die Beseitigung der Atombomben von deutschem Boden und die Ächtung der Atombomben.

pax christi Freiburg sieht in den Atomkraftwerken in Baden-Württemberg und der näheren Umgebung ebenso wie in der Lagerung US-amerikanischer Atombomben in Rheinland-Pfalz eine Bedrohung jetziger und zukünftiger Generationen und fordert die Stilllegung dieser Atomkraftwerke und die Beseitigung der Atombomben von deutschem Boden.
„Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Aber wir sehen mit Schrecken, dass die Güter der Erde ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert, ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen ausgebeutet werden.“ (aus der Charta Oecumenica)
Zwar hat die Bundesregierung einen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen - in Baden-Württemberg (Philippsburg 2 – für 2019 und Neckarwestheim2 – für 2022) - aber im grenznahen Elsass (Fessenheim), sowie in der grenznahen Schweiz (Leibstadt und Betznau) sind immer noch Kernkraftwerke in Betrieb, deren Laufzeit nicht absehbar ist. Sie sind strahlende Sicherheitsrisiken. Und selbst bei Stilllegung bleibt die Entsorgung des atomaren Mülls auch eine für zukünftige Generationen nicht vorzustellende Gefahr. 

pax christi fordert die umgehende Stilllegung des AKW Fessenheim und nicht erst nach Fertigstellung des umstrittenen AKW Flamanville in der Normandie, weil es wiederholt zu vertuschten Störfällen gekommen ist. Längst schon hat das AKW Fessenheim seine berechnete Laufzeit von 40 Jahren überschritten hat, ohne von der Gefahr zu sprechen, die vom erdbebengefährdeten Rheingraben ausgeht. Ähnliches gilt für das Schweizer Kernkraftwerk Beznau, das älteste Kernkraftwerk der Welt. Das Kernkraftwerk Leibstadt in der Schweiz an der deutschen Grenze bei Waldshut-Tiengen war ein halbes Jahr stillgelegt aufgrund von Beschädigungen der Brennstäbe durch Überhitzung. Es wurde trotz massiver Kritik wieder angefahren. Das AKW Leibstadt ist das jüngste Schweizer Kernkraftwerk. Seine Laufzeit ist nicht absehbar. 
„Büchel ist überall.atomwaffenfrei jetzt!“unter diesem Motto macht pax christi auf die Lagerung der US-amerikanischen thermonuklearen B61-Bomben auf dem Fliegerhorst Büchel im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz aufmerksam. Diese "taktischen" Atomwaffen sollen jetzt sogar modernisiert werden. pax christi lehnt die verbotene deutsche nukleare Teilhabe an diesen Massenvernichtungswaffen ab und fordert deren Entfernung und Abschaffung.
pax christi kritisiert, dass Deutschland die Verabschiedung des Vertrags zum Verbot und zur Ächtung der Atomwaffen in der UN-Vollversammlung am 7. Juli 2017 nicht mitgetragen hat. „Man muss kein Pazifist, keine Pazifistin sein, um ein Verbot von Atomwaffen zu fordern! Man muss kein Christ, keine Christin sein, um zu erkennen, dass die Drohung und der Einsatz von Massenvernichtungswaffen mit keiner menschenfreundlichen Ethik vereinbar sind. Nicht die Modernisierung von Atomwaffen, sondern das Verbot und die konsequente und kontrollierte Abrüstung dieser Massenvernichtungswaffen sollte das gemeinsame Ziel sein.“ so Oberkirchenrätin Karen Hinrichs von der Evangelischen Landeskirche Baden. Die gesamte Schöpfung ruft zum Leben auf, zur Abrüstung, zu einer Welt in Gerechtigkeit. 
pax christi in der Erzdiözese Freiburg freut sich, dass sich die Evangelische Landeskirche in Baden dem 2013 in Busan / Korea ergangenen Aufruf des Ökumenischen Weltrats der Kirchen zu einem weltweiten Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens angeschlossen hat. pax christi versteht ihre Friedensarbeit ebenso wie den Einsatz für gerechtere Wirtschaftsbedingungen als einen Beitrag zu diesem internationalen ökumenischen Pilgerweg. 

Für den pax christi Vorstand des Diözesanverbands Freiburg  
Christof Grosse und Peter-Michael Kuhn


Ansprechpartner bei pax christi Freiburg für die Medien
Christof Grosse (Sprecher):
Telefon (07231) 358 765, E-Mail: grosse@ch-grosse.de