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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Diözesanversammlung unterstützt „Kein Weihnachten in Moria“

12. Okt 2020

Mitgliederversammlung von pax christi im Erzbistum Freiburg fordert von der Bundesregierung die rasche Aufnahme der Geflüchteten auf den Ägäis-Inseln

Die Mitgliederversammlung der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi im Erzbistum Freiburg hat beschlossen, die Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ zu unterstützen. Die Kampagne, die am 1. September von pax christi im Bistum Limburg gestartet wurde und zwischenzeitlich von mehreren katholischen Verbänden, Ordensgemeinschaften und Katholiken- bzw. Diözesanräten unterstützt wird, fordert die rasche Aufnahme der Geflüchteten aus den Lagern auf den griechischen Ägäis-Inseln.

„Für uns als Christinnen und Christen ist klar: Unabhängig von parteipolitischen Auseinandersetzungen ist eine Aufnahme der Menschen aus den überfüllten Flüchtlingslagern jetzt dringend geboten. Wir können nicht weiter zuschauen, wie die EU auf Kosten menschlicher Schicksale Politik betreibt“, sagt Christof Grosse, einer der beiden Sprecher von pax christi im Erzbistum Freiburg.

Die Bundesregierung müsse jetzt handeln, damit die Menschen in Moria auf Lesbos und auch in den anderen Lagern auf den Inseln der Ägäis kein weiteres Weihnachten verbringen müssen, so Christof Grosse. „Eine Diskussion über die rechtlichen Aspekte, etwa notwendige Abänderungen der "Dublin"-Regelungen, Ausweitung des Asylanspruchs auf Klimaflüchtlinge und Schaffung eines europäischen Zuwanderungsgesetzes, kann später erfolgen. Vorrang hat jetzt das unverzügliche Handeln angesichts des einsetzenden Winters und der Ausbreitung der Corona-Epidemie.”

pax christi Freiburg ruft alle Bundestagsabgeordneten der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke dazu auf, mit einer interfraktionell eingebrachten Resolution des Deutschen Bundestags die Bundesregierung aufzufordern, alle derzeit in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sich befindenden Menschen aus dringenden humanitären Gründen in Deutschland aufzunehmen.

Deutschland habe die Aufnahmekapazitäten und die finanziellen und personellen Kapazitäten, diese Menschen aufzunehmen, heißt es in dem Brief von pax christi an die Abgeordneten des Bundestages im Erzbistum Freiburg.

Zudem bittet pax christi Freiburg alle katholischen Jugend- und Erwachsenenverbände, Ordensgemeinschaften und diözesane Gremien im Erzbistum Freiburg darum, ebenfalls die Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ zu unterstützen und ruft alle Christinnen und Christen dazu auf, mit ihren Bundestagsabgeordneten in diesem Anliegen in Kontakt zu treten.

Bereits im April 2020 hat pax christi Freiburg den so genannten Osterappell der SEEBRÜCKE unterstützt, der sich für die sofortige Räumung der Flüchtlingslager eingesetzt hatte.


Gerne vermittelt die Geschäftstelle folgende Interviewpartner:

Christof Grosse (Pforzheim)

Sprecher von pax christi im Diözesanverband Freiburg und Sprecher der Kommission Friedenspolitik der Deutschen Sektion von pax christi.

Dr. James Jakob Fehr (Bammental bei Heidelberg)

Friedensarbeiter und Geschäftsführer des Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees. Er engagiert sich im Aufbau des europäischen Zweigs von Christian Peacemaker Teams, das seit 2014 im CPT-Europa-Projekt auf der griechischen Insel Lesbos arbeitet. Fehr sitzt im Beirat für den friedensethischen Prozess der Badischen Landeskirche und im Ausschuss Politik und Gesellschaft der Erzdiözese Freiburg.

 

»Weihnachten ist kalendarisch am 24./25. Dezember.

Das wirkliche Weihnachten ist in diesen Zeiten dann, wenn Flüchtlinge gerettet werden.

Das wirkliche Weihnachten ist dann, wenn Flüchtlingskinder wieder sprechen, spielen und essen.Das wirkliche Weihnachten ist dann, wenn ›Der Retter‹ wirklich kommt – und er nicht nur im Weihnachtslied besungen wird.«

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, 22. 12. 2019